💬 Unsere Rechtspolitikerin Susan Leithoff: „Die Realität hat sich verändert - schneller, als unser Recht darauf reagiert. Im Jugendstrafrecht sind wir mit einer Entwicklung konfrontiert, die viele Menschen verunsichert: Straftaten beginnen früher, sind teils schwerer, teils organisiert und sich wiederholend und sie betreffen zunehmend auch sehr junge Täter, für die das Strafrecht gar nicht greift.“
👉👉👉 In Leipzig soll eine Gruppe strafunmündiger Kinder für 100 bis 150 Fälle verantwortlich sein. Zwei elfjährige Jungen spielen eine zentrale Rolle. Den Kindern werden Tatvorwürfe wie Raub, Diebstahl und Körperverletzung zugeschrieben. Das Beispiel zeigt, dass sehr junge Tatverdächtige in kurzer Zeit eine Vielzahl schwerer Delikte begehen und der Staat strafrechtlich an einer Altersgrenze endet.
💬 „Es braucht eine Reform des Jugendstrafrechts! Wir müssen die Altersgrenze in Frage stellen und das Jugendstrafrecht so reformieren, dass der Erziehungsgedanke erhalten bleibt und Verantwortung dort möglich wird, wo Reife und Tatgewicht es erfordern. Prävention ohne Verbindlichkeit ist gut gemeint, aber oft wirkungslos. Und Hilfe ohne klare Grenzen verliert ihre erzieherische Wirkung.“